"Jahre später, sie waren längst erwachsen und ein jeder verstrickt in sein eigenes Unglück, wußte keiner von Arthur Friedlands Söhnen mehr, wessen Idee es eigentlich gewesen war, an jenem Nachmittag zum Hypnotiseur zu gehen." - Mit diesem Satz fängt er an, Daniel Kehlmanns Roman über drei Brüder, die auf je eigene Weise Heuchler, Betrüger, Fälscher sind. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Leben, doch plötzlich klafft ein Abgrund auf. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, ein winziger Zufall, ein falscher Schritt, und was gespenstischer Albtraum schien, wird wahr.
Es ist der Sommer vor der Wirtschaftskrise. Martin, katholischer Priester ohne Glauben, übergewichtig, weil immer hungrig, trifft sich mit seinem Halbbruder Eric zum Essen. Der hochverschuldete, mit einem Bein im Gefängnis stehende Finanzberater hat unheimliche Visionen, teilt davon jedoch keinem etwas mit. Schattenhafte Männer, sogar zwei Kinder warnen ihn vor etwas, nur: Gelten diese Warnungen wirklich ihm? Oder ist sein Zwillingsbruder Iwan, Kunstkenner und Ästhet, gemeint? Und schon nimmt das Unheil seinen Lauf.
Daniel Kehlmanns Roman über Lüge und Wahrheit, über Familie, Fälschung und die Kraft der Fiktion ist ein virtuoses Kunstwerk vielschichtig, geheimnisvoll und kühn.
Pressestimmen:
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 23.09.13
Daniel Kehlmann, Autor der Bestseller Die Vermessung der Welt und Ruhm, die beide im Kino aber ein Megaflop waren, hat einen neuen Roman geschrieben ? F. Die Geschichte hört sich nicht sehr spektakulär an, ist sie auch nicht. Genauso schlagkräftig der Titel des Buches ist, so ist auch die Geschichte. Der Story fehlt es an einer schlüssigen Handlung, die Figuren wirken wenig sympathisch, wenig echt, sie überzeugen nicht mit dem, was sie tun. Auch fehlt der Geschichte ein roter Faden, da eine schlüssige Handlung fehlt, ist das natürlich kein Wunder. An dem Buch hält einen nichts, im Übrigen sucht man die Spannung vergebens. F ist einfach nur gähnend langweilig. Die einhellig bekannte Journalistengemeinde lobt Kehlmanns Buch standesgemäß über alle Maße, daran merkt man, wie weit sich diese Gemeinde von dem entfernt hat, was viele Leser für gut befinden. Und auf das kommt es an.